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Ausgabetag: 25.02.2019. Werte: 11,00, 17,00 og 27,00 DKK. Nummer: FO 900-902. Format, Block: 100 x 70 mm. Format, Briefmarke: 22,5 x 40,00. Künstler: Kim Simonsen. Drucktechnik: offset. Druckerei: Cartor Security Printing, Frankreich. Gebührensatz: Kleinbriefe auf den Faröern 0-50 gr. und Grossbriefe auf den Färöern 51-100 gr. und 101-250 gr.

Historische Karten - FDC mit Block

Carta marina von 1539 gilt als eine der schönsten Karten mit farbenfrohen Illustrationen, wo sich in den Meeresgebieten Wale, Seeungeheuer und Schiffe tummeln.

Ausgabedatum: 25.02.2019
Artikelnr.: FFU000219
Wert: 60,00


Historische Karten von Skandinavien und den Färöern
Karten sind visuelle Beschreibungen von Teilen der Erdoberfläche und stellen den Raum zweidimensional dar. Eine Art, Karten zu studieren, ist sie als kulturhistorische Quellen aus unserer Geschichte zu betrachten. Historische Karten zeigen uns, wie der Norden, der Nordatlantik und die Färöer im Laufe der westeuropäischen Geschichte beschrieben worden sind.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren die nordischen Länder noch unerforschtes Gebiet. Die zugänglichen Informationen über den Norden basierten auf Beschreibungen aus der Antike und dem Mittelalter. Die kartografische Darstellung war jedoch ziemlich unvollständig und keineswegs wirklichkeitsgetreu. In den gängigen Vorstellungen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert war der Norden die Heimat der Dunkelheit, des Todes und des Bösen, aber auch eine glückliche Region mit tugendhaften und glücklichen Menschen. Pytheas von Massilia (350 – 285 v. Chr.) beschrieb die nordischen Völker und das Volk von Ultima Thule als „Hyppoder“ (oder, wie sie in anderen Texten genannt werden, Hyperboreer). Als Bezugspunkt diente für die meisten Karten Ptolemäus' Geographia (Ptolemäus oder Claudius Ptolemäus, ca. 100 – 170 n. Chr.). Es ist das einzige Buch über Kartografie, das die klassische Periode überlebte, geschrieben im 2. Jahrhundert nach Christus. Mehr als fünfzehn Jahrhunderte lang war dieses Werk die detaillierteste Beschreibung, wie Karten gezeichnet werden sollten.

Über weite Strecken der Geschichte finden wir Hinweise auf das imaginäre Land Thule. Der Begriff Thule oder Ultima Thule ist ebenso bekannt wie die Mythen um Avalon, Atlantis und El Dorado. Das Land lebte in den Vorstellungen der Europäer weiter und ist auf alten Karten neben den Färöern zu finden. Pytheas von Massilia war einer der ersten, der im 3. Jahrhundert vor Christus nach Ultima Thule suchte.

Vor der europäischen Renaissance waren Karten in der Welt nicht allgemein bekannt. Karten wurden im Auftrag von Regierungen angefertigt, um deren Interessen zur nationalen Einheit oder gar imperiale Träume zum Ausdruck zu bringen. Deutlich erkennbar ist, dass alte Karten eine besondere grafische Sprache sprechen und eine Kommunikationsform sind, die wir vielleicht vergessen haben.

Mit dieser Briefmarkenserie möchte POSTA an historische Karten der Färöer erinnern.

Olaus Magnus' Carta marina von 1539
1539 ist ein wichtiges Jahr in der kartografischen Geschichte Skandinaviens und der Färöer. In diesem Jahr veröffentlichte Olaus Magnus (1490 – 1557), ein schwedischer Geistlicher, seine große Karte (125 x 170 cm) der nordischen Länder, die Carta marina. Magnus wurde 1544 von Papst zum Erzbischof von Uppsala ernannt. Wegen seiner politischen Aktivitäten während der Reformation verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens im Ausland, wo er auch seine Werke verfasste. 

Die Carta marina gilt als eine der schönsten Karten. Sie ist angefüllt mit farbenfrohen Illustrationen, wo sich in den Meeresgebieten Wale, Seeungeheuer und Schiffe tummeln – und wo wir an Land Bilder aus dem regionalen Leben und der Natur finden. Abgebildet sind nicht nur viele verschiedene Personen, sondern auch zahlreiche Ortsnamen und geschichtliche Hinweise. Bei näherer Betrachtung der Karte sind Menschen, Elche, Vögel und sogar Seeschlangen zu erkennen, die im Meer um Schottland vorbeifahrende Schiffe verschlingen.

Magnus' Version der Färöer besteht aus sieben Inseln. In seiner Historia de gentibus septentrionalibus (Geschichte der nordischen Völker) beschrieb er die gefährliche Felsformation Munkurin (Mönch), die auch auf der Karte verzeichnet ist. Magnus betrachtete die Färöer als „ön Färö“ (also als eine einzige Insel namens Färö), die zusammen mit Munkurin eine Freistatt für Seeleute und ein gefahrvoller Ort war. Er erwähnt auch zahlreiche gefährliche Monster (Wale und Seeungeheuer) und Dämonen. Das Schlachten von Fischen oder Walen (Wale galten zu seiner Zeit als Fische) ist ebenfalls abgebildet. Die Färöer waren unter den europäischen Kartografen und Gelehrten bereits damals relativ bekannt. Magnus' Karte ist ein Beispiel für die Darstellung der Färöer vor dem Zeitalter der Aufklärung.

Kim Simonsen Ph.d.

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