in Ihrem Warenkorb
Gesamtpreis
Warenkorb anzeigen
(
Artikel)
Artikelnr. Vørunavn Eind Mynd Prísur v/MVG

Weichtiere - Satz postfrisch

Mollusker ist die nordische Bezeichnung des lateinischen Begriffs für den Tierstamm Mollusca - eine Gruppe von Weichtieren, bestehend aus Schnecken, Muscheln, Kahnfüßer, Käferschnecken und Tintenfischen

Ausgabedatum: 11.02.2002
Artikelnr.: PPA990202
Wert: 37,50


Weichtiere - FO 409-12

Mollusker ist die nordische Bezeichnung des lateinischen Begriffs für den Tierstamm Mollusca - eine Gruppe von Weichtieren, bestehend aus Schnecken, Muscheln, Kahnfüßer, Käferschnecken und Tintenfischen. Gemeinsam für sie gilt, dass sie einen weichen Körper besitzen, der durch eine äußere Kalkschale geschützt wird, die sie selbst bilden. Bei den Käferschnecken besteht das Gehäuse aus einem Gürtel von acht Platten, die versetzt über dem Rücken angeordnet sind. Die meisten Kahnfüßer besitzen eine röhrenförmige Schale, die an den Stoßzahn der Elefanten erinnert. Die Tintenfische haben überwiegend eine kleine Schale, die im Körper auf der Rückseite des Tieres versteckt ist. Muscheln schützen sich durch zwei Schalen, die mit Schlosszähnen und einem Schloßband, dem Ligament, gehalten werden. Die verschiedenen Klassen der Schnecken tragen Gehäuse in unterschiedlichen Formen – kuppelförmig, kegelförmig, röhrenförmig oder spiralig. Bei einigen der sogenannten Hinterkiemerschnecken hat sich das Schneckenhaus zurückgebildet oder ist ganz verschwunden. Zahlreiche dieser Nacktschnecken weisen fantastische Formen und Farben auf.

Die Mollusken leben sowohl in Salz- und Süßwasser als auf Land. Es gibt mehr als 100 000 Arten, die in allen Meeren und unter allen Himmelsstrichen heimisch sind. Einige Schnecken sind mit auch für Menschen tödlichem Gift ausgerüstet, einige sind Wirte für Parasiten, u.a. für Leberegel und Bilharziose. Die meisten Arten stellen für Menschen jedoch keine Gefahr dar.

Die ersten wissenschaftlichen Berichte über die Molluskenfauna im Meer um die Färöer wurden im Jahre 1785 von Chemnitz veröffentlicht. Er beschreibt u.a. die Muschel Gari fervensis. 1868 publizierte O.A. Mørch seine ”Faunula Molluscorum Færöensium” mit der Aufzählung von 99 Molluskenarten. Die umfassenden Untersuchungen der dänischen Forscher in den Jahre 1926 und 1927 vermehrte das Wissen über die färöische Molluskfauna erheblich. In ”The Zoology of the Faroes”, die in den Jahren 1928-1951 herausgegeben wurde, werden 237 Arten Mollusken erwähnt, davon 20 Tintenfischarten. Im Rahmen des BIOFAR–Projekts, das zwischen 1987 und 1990 durchgeführt wurde, wurden hauptsächlich Einsammlungen in tieferen Gewässern vorgenommen, von einer Tiefe von 100 m bis zu ca.1000 m. Im Laufe der Einsammlungen wurden 400 Weichtierarten näher bestimmt – eine Erhöhung um mehr als 50 % der vorher bekannten Anzahl. Die Arten, die für diese Briefmarkenserie als Vorlagen dienten, wurde alle im Rahmen des BIOFAR-Projektes gefunden.

Polycera faeroensis (Lemche, 1929)
Polycera faeroensis ist eine nackte Hinterkiemerschnecke der Gruppe Nudibranchia. In dieser Gruppe finden wir die buntesten in der marinen Umwelt. Ein Exemplar der Polycera faeroensis wurde das erste Mal im Juni 1899 in den tiefen Rinnen zwischen Nólsoy und Eysturoy auf den Färöern gefunden. Der dänische Experte für Hinterkiemer, Henning Lemche, beschrieb die Art in ”The Zoology of the Faroes” von 1929. Das Exemplar befand sich in relativ schlechter Verfassung, aber durch die Form und die Größe der Raspelzunge zeichnete es sich doch als neue Art aus. Spätere Funde haben belegt, dass die Art größer ist als andere nahe Verwandte, und zwar bis zu 45 mm lang gegenüber 20-25 mm der anderen Arten. In der Regel hat die Art mehr als acht Tentakel am Kopf, im Vergleich zu vier bis sechs bei der nah verwandten Art P. quadrilineata.

Buccinum undatum (Linnaeus, 1758)
Die Wellhornschnecke, Buccinum undatum, ist in der Nordsee, dem Nord-Atlantik und in der Arktis weit verbreitet. Ihr Gehäuse kann bis zu 12 cm hoch werden. Die Art ist genauso häufig am Meeresboden wie in tiefen Gewässern, auf Hart- sowie auf Weichböden anzutreffen. Die Art ist um die Färöer sehr gewöhnlich. Da ihre Lebensform variiert und sich die Formen der Schale der Umgebung entsprechend anpassen, wurde die Art auch in einer Reihe Varianten sowie auch als verschiedene Arten beschrieben. In tiefen Gewässern, wo Mangel an Kalk für die Entwicklung der Schale besteht, kann die Schale z.B. eine fast glatte Form aufweisen im Gegensatz zu dem Wellenmuster, das auf der Briefmarke abgebildet ist.

Die Wellhornschnecken sind Fleischfresser und greifen Fische an, die im Netz gefangen sind. Aber sie sind auch keine Aasverächter. Auf den Färöern wird auf Buccinum gefischt, um sie als Köder zu benutzen. Sie wird jedoch auch anderswo als Menschennahrung geschätzt.

Modiolus modiolus (Linnaeus, 1758)
Die große Miesmuschel, Modiolus modiolus, ist eine der größten Muscheln in unseren Gewässern. Die Schale kann bis zu 20 cm lang werden – viel größer als die der nah verwandten Blaumuschel. Die große Miesmuschel wird als eine Delikatesse betrachtet, obwohl sie etwas zäher ist als die Blaumuschel. Auf der anderen Seite lebt diese Art in tieferen Gewässern als die Blaumuschel, und zwar von 2-3 bis zu 100 m tief. Die großen Miesmuscheln tragen deshalb keine giftigen Algen in sich, wie vielleicht die Blaumuschel. Die Große Miesmuschel wird im Norden auch als Pferdemuschel bezeichnet. Früher hatten die Kinder, die an der Küste lebten kein so großes Angebot an Spielzeug wie heute zur Verfügung. Verschiedene Arten Muscheln und Schnecken wurden damals oft mit Kosenamen bedacht, wie Kuh, Schaf, Hund - und die große Miesmuschel erhielt natürlich den Namen Pferd.

Die große Miesmuschel wächst langsamer als die Blaumuschel und kann ziemlich alt werden, Wir haben Zeugnis von Muscheln, die 36 Jahre alt sind. Diese Muscheln sind oft mit Röhrenwürmern, Seepocken und Korallen wie Toten Mannshand bewachsen. Wie die Wellhornschnecke ist die große Miesmuschel seit Hunderten von Jahren ein beliebter Köder. Auf den Färöern ist die große Miesmuschel häufig um die Inselgruppe anzutreffen und wird als Köder und als Leckerbissen für Menschen verwendet.

Sepiola atlantica (d’Orbigny, 1839)
Zehnarmige Tintentische besitzen acht kurze Greifarme und zwei besonders lange Fangarme, die Tentakel. Um die Färöer sind fünf kleine 5-10 cm lange, 10-armige Tintenfischarten heimisch. Dazu gehört die Sepiola atlantica. Vor dem Projekt BIOFAR wusste man nur von 2 Funden, einen aus dem Jahr 1863 und ein weibliches Tier, das 1927 in Husagrynna gefunden wurde. Die Körperfarbe wechseln in rosa Tönen, wogegen die Augen grün sind. Die Tintenfische haben sogenannte Chromatophoren, Pigmentzellen, in der Haut, so dass sie ihre Farbe je nach Umgebung und Stimmung wechseln können. Die S. atlantica besitzt verhältnismäßig große Chromatophoren und kann die Körperfarbe schnell von hellrosa bis zu einem dunklem braunrot wechseln.

Die Sepiola atlantica lebt eingegraben in Bodensedimenten, aber die Augen schauen heraus. So kann sie ihre Beutetiere, hauptsächlich kleine Krebse aber auch kleine Fische, sehen, die in den Angriffsabstand kommen.

|
Posta
Newsletter

Posta Newsletter

Updates über Neuausgaben und das Neueste aus der philatelistischen Welt der Färöer