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Kirchengestühle - Satz postfrisch

Es gibt insgesamt 14 Gestühlwangen, die alle aus Kiefernholz geschnitzt sind

Ausgabedatum: 12.02.2001
Artikelnr.: PPA997982
Wert: 37,00

Über das Motiv


Das Kirchengestühl von Kirkjubøur - 3. Serie - FR 379-82 

Bereits zweimal hat die färöische Post Briefmarken mit Gestühlwangen der Olavskirche in Kirkjubøur herausgegeben. Die erste Serie mit vier Briefmarken kam am 6. Oktober 1980 heraus. Die zweite Serie - ebenfalls vier Briefmarken - erschien am 30. Januar 1984.

Es gibt insgesamt 14 Gestühlwangen, die alle aus Kiefernholz geschnitzt sind. Elf der Wangen bilden eine sogenannte Apostelreihe, d.h. auf ihnen sind elf der zwölf Apostel abgebildet. Die drei übrigen Wangen zeigen andere biblische Personen. Neben den Gestühlwangen gibt es auch ein Paar Pultwangen, die von innen und außen verziert sind, sowie ein Paar Wangen mit verzierter Außenseite.

Eine der Gestühlwangen trägt das Wappenzeichen des Unionskönigs Erich von Pommern und seiner Königin Filippa. Da das Königspaar 1406 vermählt wurde und Königin Filippa 1430 starb, ist anzunehmen, daß die Gestühlwangen aus diesem Zeitraum stammen.
Die Wangen auf den Briefmarken stammen aus der Apostelreihe. Der Zahn der Zeit hat seine Spuren auf den Schnitzereien hinterlassen, so daß sich zwei von ihnen (FR381 und FR382) nicht mehr identifizieren lassen.

Beide werden mit einem Buch in der linken bzw. rechten Hand abgebildet, woraus sich schließen läßt, daß es sich um zwei Apostel handelt, denn das Buch gilt als gemeinsames Apostelattribut. Der Inschrift auf dem Schriftband war ursprünglich zweifellos zu entnehmen, um welche Apostel es sich handelt.
Das Wappenschild oben ist leer, hier waren jedoch vermutlich die ursprünglichen Details des Wappens aufgemalt.
Auf der Marke FR379 ist der Apostel Andreas mit einem Kreuz in seiner rechten Hand abgebildet. Andreas und sein Bruder Simon Petrus waren dem Johannes- und dem Matthäusevangelium zufolge die ersten Jünger Jesu. Nach der Legende wurde Andreas an einem Kreuz dieser Art gekreuzigt, weshalb diese Kreuzform den Namen Andreaskreuz erhalten hat.
Oben sieht man ein Wappenschild mit einem Bischofsstab, der durch einen Balken gesteckt ist. Das Wappen ist nicht identifiziert, es handelt sich vermutlich jedoch um ein Kirchen- oder Bischofswappen.
Der Apostel Bartholomäus, der der Legende nach den Märtyrertod erlitt, indem er bei lebendigem Leibe enthäutet wurde, ist auf der Briefmarke FR380 abgebildet. Er hält ein Messer in seiner linken Hand als Symbol seines barbarischen Todes.

Bartholomäus galt im Spätmittelalter als Schutzheiliger der Fleischer und Gerber. Oben sieht man ein Wappenschild mit zwei gekreuzten Bischofsstäben. Das Wappen ist nicht identifiziert, doch auch hier handelt es sich vermutlich um ein Kirchen- oder Bischofswappen.
Man ist sich nicht völlig darüber einig, inwieweit die Gestühlwangen für die relativ bescheidene Pfarrkirche in Kirkjubøur angefertigt wurden oder ob sie vielleicht für die pompösere Magnuskathedrale gedacht waren, die im Volksmund „Kirkjubøur-Mauer“ genannt wird und heute eine Ruine ist.

Die Wangen wurden 1875 nach einer umfassenden Renovierung der Olavskirche ins Nationalmuseum nach Kopenhagen überführt. Viele Jahre bestand seitens der Färöer der Wunsch, die Wangen wieder auf die Inseln zurückzuholen, und 1977 gab die dänische Regierung die Zusage, daß die Wangen auf die Färöer-Inseln zurückkehren könnten, sobald eine zufriedenstellende Aufbewahrung gewährleistet sei. Das Gestühl wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2002 wieder auf den Färöern sein.

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